Hallo, schön hast du hierher gefunden!
Auf dieser Seite werden ab Oktober 2018 diverse Stories und Fotos meiner dreimonatigen Reise durch Argentinien und Chile zu sehen sein. Mit dabei sind meine Frau sowie beide Kinder, Emilie 9 und Maxim 6.
Wir starten am 8. Oktober in Buenos Aires und als erste Destination steuern wir die Peninsula Valdes (Puerto Madryn) an, wo es derzeit Wale, Orcas und Pinguine zu sehen geben soll.
Ganz grob möchten wir von dort runter nach Patagonien bis ins Feuerland und dann die chilenische Küste wieder hoch. Auch die Atacama-Wüste wäre ein tolles Ziel, aber ausser den ersten drei Nächten in Buenos Aires haben wir noch nichts gebucht, ich plane keine Reise im Voraus. Gerade auf Reisen lasse ich uns treiben, entscheide ad-hoc. Warum schon im Vorfeld auf etwas einschiessen wenn ich nicht mal weiss, was mich dort erwartet?
Wir sind Backpacker - und das wird auf jeden Fall ein grosses Abenteuer!
***Stay tuned***
Unsere Reise ans Ende der Welt - was bisher geschah mit wenig Text dafür mehr Bildmaterial!
Von Buenos Aires ging es bereits nach vier Tagen - ganz anders als geplant - hoch nach Uruguay, denn die Jugendolympiade, welche an unseren ersten Tagen in Buenos Aires stattfand hat dazu geführt, dass wir für die angedachte Weiterreise in den Süden keinerlei Möglichkeit fanden. Hotels waren allesamt ausgebucht und die Preise überstiegen das Budget um ein Vielfaches. Aber die Woche in Uruguay (Montevideo, Punta del Este und Colonia del Sacramento) waren sensationell schöne Ziele um diese Zeit zu überbrücken. Das Essen ist mindestens so gut wie in Argentinien - das gilt für Fleisch, Wein und die Gastfreundschaft. Zudem ist Uruguay Argentinien Jahre voraus... mindestens hat es sich für uns so angefühlt. Das Wetter war warm und der Strand war wie gemacht für lange Spaziergänge und Verweilen mit Spiel und Spass im Sand und Meer.
Nach Uruguay gings dann aber runter nach Puerto Madryn. Auto mieten und die nächsten Tage auf der Peninsula Valdes organisieren. Ziel: Puerto Piramides, fünf Tage in einem sehr einfachen Hostel, jedoch mit Gemeinschaftsraum welcher einen freien Blick auf die Bucht und somit die Wale "Ballenas Franca Austral" (Glattwale) ermöglichte. An diesen fünf Tagen haben wir so einiges erlebt... das absolute Highlight war aber das Schnorcheln mit Seelöwen und Pinguinen bei 9° Wassertemperatur, Regen und sehr starkem Wind.
Nach der Peninsula Valdes fuhren wir per Nachtbus gute 16 Stunden bis nach Bariloche, das ist praktisch auf der gleichen Höhe wie die Peninsula, befindet sich aber schon fast an der Grenze zu Chile und somit im Westen des Landes.
Bariloche ist bekannt für Seen und Berge und somit guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Auch da haben wir uns ein Auto gemietet und haben die Gegend erkundigt. Landschaftlich traumhaft, aber alles in allem doch nicht so umwerfend, als dass sich ein längerer Aufenthalt lohnt. Und da sich die nächste lohnenswerte Region (El Calafate und El Chalten) ca. 1'200 Km südlich von Bariloche befindet, haben wir gerade noch rechtzeitig Tickets für die Navimag Fähre gekauft, welche ab Puerto Montt in Chile diese Strecke in vier Tagen bis nach Puerto Natales zurück legt. 
Die Fahrt auf der Fähre war traumhaft, nicht vom Wetter her, aber von allem was man sich an Schifffahrt durch die Patagonischen Fjords so vorstellt. Es war saukalt, es regnete (leider) viel, der Wind erreichte Spitzenwerte über 100Km/h und an dem Tag, an welchem die Fähre die Fjords verlassen musste, tobte auch noch ein Sturm welcher mit bis zu fünf Meter hohen Wellen das Schiff und die Passagiere ganz schön ins Schwanken brachte. Trotzdem: Wir sahen Delfine, Toninas, Pinguine, Seelöwen und Albatrosse. Der tief hängende Nebel, die dunklen Wälder zwischen den steinigen Fjords liessen die Fahrt immer wieder mal in einen mystischen "Herr der Ringe Modus" erscheinen. Es war schlicht grossartig und bleibt unvergesslich!
In Puerto Natales (Chile) angekommen, haben wir uns in einem sehr gemütlichen Hostel bei einem Schweizer einquartiert. Puerto Natales ist Ausgangspunkt für jegliche Art von Trekking-Touren im Torres del Paine Nationalpark. Die Hauptattraktion sozusagen sind die Torres selbst, die drei Spitzen, die sich nur allzu oft kaum blicken lassen.
Das Wetter hier in Patagonien ist nicht wechselhaft, vielmehr erlebt man die vier Jahreszeiten täglich! Und nochmals, die Winde... wenn, dann sind es die Winde die einem zu schaffen machen. Sie kommen plötzlich und haben ordentlich Dampf drauf. Gerade beim Trekking auf den schmalen Pfaden bei welchen auch die steilen Abhänge (um nicht Abgründe sagen zu müssen) fehlen, sind diese Böen nicht ungefährlich.
Auf unserer Tagestour - wie liefen insgesamt 23Km und absolvierten 1'300 Höhenmeter - mussten wir uns mehrmals sogar auf den Boden legen um nicht zu risikieren, dass es uns - vor allem aber die Kinder - davon wehte. Doch wir hatten sehr viel Glück an diesem Tag, denn die Torres haben sich uns gänzlich offenbart. Nein, nicht etwa mit blauem Himmel, ich mag das eh nicht so auf meinen Bildern, aber vielmehr mit sehr schönen Wolkenformationen in weiss und grau, welche dem Ganzen einen besonderen Touch verleihen - ich liebe es!
In der Zwischenzeit ist ein Monat vergangen. Zwei Monate haben wir noch vor uns. Die nächste Destination ist El Calfate, wieder in Argentinien, wo wir uns den gewaltigen Perito Moreno Gletscher ansehen werden und von dort einen kurzen Abstecher ins nördlich gelegene El Chalten machen, um das Fitz Roy Massiv zu bestaunen.
Wir melden uns bald wieder!
Herzliche Grüsse aus Patagonien - Frédéric, Katenka, Emilie & Maxim
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